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Gedichte

Vom A und dem O

Leben und Tod - zwei unzertrennlich' Geschwister.
's gibt vom einen Lieder, vom and'ren nur Geflüster.
Ich wünscht' das Ende wär' ohne Trauer,
ohne Leid, wunderschön, doch kurz von Dauer.

Ja, eines Tages muss man Abschied nehmen,
von jenen, die einem Liebe geben;
dann erfüllt Qual unsere Brust,
gezeugt von Sehnsucht und Verlust.

Wir Lebenden, gelähmt durch Schmerzen,
traurig entzünden wir Kerzen.
Warum nur, warum fällt der Abschied uns so schwer?
Wir seh'n uns nie wieder, nimmermehr.

6.9.06 00:00


Die Natur der Frau, die Schönheit der Frau

Vorbei an künstlichen Puppen. Vorbei an aufgespritzten Lippen, abgesaugten Schenkeln und Hintern. Vorbei an zu explodieren drohenden Plastikbrüsten.

Dann vorbei an erwachsenen Frauen in Kindergrößen. Vorbei an hageren Wangen, ausgezerrten Gliedern und knochigen Gesäßen. Vorbei an asexuell wandelnden Rippchen.

Die fleischlose Lebensweise - ein missverstandener Trend, für wenig Anerkennung tausendfach praktiziert und von nur wenig Erfolg gekrönt.

Man sagt, einen schönen Menschen entstelle nichts und so gehe ich, durch Mitleid schmerzgepeinigt, zwischen einem Heer einst Lebender meiner Wege.

28.7.06 00:00


Der Sturm, das Rad und ich

Radikaler Gegenwind,
höchstens 25,
mit aller Kraft,
Staub in den Augen,
trockene Kehle,
keine Zeit zum Trinken,
volle Blase,
mehr Schweiß als Regen,
ein abgerissener Ast,
die Tür - endlich daheim.
20.7.06 20:30


Sie

Sie, um die man einst warb

Sie, die mich verführte

Sie, die ich berührte

Sie, für die man einst starb

Vereint auf ewig
Vereint im Glück
Tot wie lebendig
Kein Weg führt mehr zurück

13.7.06 00:00


Der Nihilistiker

Verzweifeltes Austreten von dem, was man Wohlstand nennt; doch schon zu lange bin ich seiner untertan - erbärmlich fügend.

Strikte Ablehnung illusorischer Wahrheiten; viele fallen ihnen anheim; alle sterben einen früh falschen Tod.

Nutzloser Hass für Barmer, nicht Arme, wirklich dummes Volk, verschwenderisch und im Unglücke suhlend.

Einfach nur angewidert vom Gestank der Zivilisation; verdorben bis ins Mark, schäme ich mich meiner Art.

Was suche ich hier? Was will ich? Wozu all der Prunk? Wozu der Rausch, die Gier?

Das letzte Hemd hat keine Taschen. Was ist dann überhaupt von wert?

Nichts kann mich halten! Ich gehe auf Unbestimmte zeit

13.7.06 00:00


Zivilisatorisch genormt

Vom Aufgellen ihrer Motoren und dem Gestank von verbranntem Öl auf raue Art geweckt fand ich mich schweißverklebt, in meiner erneut gefallenen Zuflucht wieder.

Von unten stiegen Schwaden teerhaltigenden Dunstes zu mir hinauf.

Tiefe Bässe hämmerten sich rücksichtslos ihren Weg durch alle Gemäuer und kreischendes Lachen rundete die zerissene Stille vollkommnend ab.

Hörte ich da nicht Kinder? - Ach, wie schlecht es doch allen ergeht.

Aber nur die Vögel ziehen unbekümmert ihre Bahnen.

13.7.06 00:00


Drei Farben

Schwarz, Rot, Gold heißt die neuste Mode.

Schwarz, Rot, Gold verankert wie fahrend.

Schwarz, Rot, Gold auf Herzen und in Brüsten.

Schwarz, Rot, Gold so weit das Auge sieht.

Schwarz, Rot, Gold wissen nur wenige.

Schwarz, Rot, Gold von vielen verachtet.

Schwarz, Rot, Gold nun doch entdeckt.

Einfach nur Schwarz, Rot, Gold - seid ihr denn blind?

12.7.06 00:00


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