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Allnacht

Langsam löste sich der Deckel vom Rest des Sarges und der faulig süße Gestank von verwestem Fleisch erfüllte die Grabkammer.
Da lag er nun, öffnete ruckartig seine kalten Augen und kletterte mit einem höhnischen Lachen aus dieser Holzkiste, die ihm stets gut als Schlafplatz gedient hatte.
Ein neuer Tag würde beginnen - oder besser noch - eine neue Nacht.
Hastig suchte seine Zunge die Lippen und beide Mundwinkel nach Blut ab - aber vergebens.
Die Gier hatte ihn überkommen. Er musste zur Mahlzeit schreiten oder der Fluch, der ihn schon so lange aufs Übernatürlichste am Leben gehalten hatte, würde nun sein Ende finden.
Eine stürmische Nacht, erfüllt von Regen, Blitz und Donner und doch hielt dieser Umstand die reichen Herrschaften der Stadt nicht davon ab, einen ihrer rauschendenBälle zu veranstalten. Prunkvoll, mit einem großartige Buffet, reich an Wein und Menschen - so würde die heutige Feier wieder einmal sein - mit vielen Menschen und deren Blut.
Eingeladen waren ausschließlich reiche und angesehene Leute. Und bei der edlen und charismatischen Gestalt des Grafen, würde es ein Leichtes werden sich hier Zugang zu verschaffen.
Auf unheimliche Weise war ihm der Verfall seines Körpers nicht mehr anzumerken, doch blieb er von einer fahlen Mine geprägt.
So fand sich der finstere Fürst auf dem Balle wieder.
War dies Freude, die sich in seinem kalten Leib ausbreitete? - nein, unmöglich!
Sein untotes Wandeln auf Erden, welches ihm ein schier unendliches Existieren versprach, hatte einen angemessen hohen Preis - die Seele - und somit waren alle Gefühle nicht von Bedeutung, da er sie nicht verspüren konnte.
Aber anscheinend blieb ihm nicht alles verwehrt. Eine gewisse Art von Leidenschaft ergriff den untoten Herrn, zeitgleich als dieser den ersten Klang von Musik vernahm. Geschwind nahm er die zärtliche Hand einer jungen Dame und vollführte mit ihr einen eleganten Tanz, der die Aufmerksamkeit der Gäste unverkennbar auf sich zog.
Das arme Fräulein. Seinem unwiderstehlichen Scharm erlegen, folgte sie dem Unbekannten auf die Straße. Hier war es still. Nichteinmal die Ratzen wagten es in der Gegenwart des dunklen Grafen zu quieken. Am ganzen Körper bebend, aber dennoch ohne jegliche Furcht schritt die junge Schönheit auf den geheimnisvollen Fremden zu.
Zärtlich küsste dieser ihren seidigen Hals, dabei wurde sie schwach und als er es für angemessen hielt, stachen seine spitzen Zähne in ihr weiches Fleisch und verschlang gierig den jungfräulichen Lebensnektar.
So süß war ihr Blut, so süß, dass er ganz vergaß sie zum Weibe zu nehmen.
Die Nacht näherte sich ihrem Ende zu und es starb abermals eine junge Frau in den Fängen eines Vampirs. Die entseelte und vom Blute geleerte Hülle fiel unschön zu Boden, währen die Wangen des nächtlichen Besuchers ein wenig an Farbe gewannen und ein abscheuliches Grinsen auf den blutverschmierten Lippen sich formte.
26.4.04 00:00


As I slumbered, well protected in the gentle arms of my bed. An unwanted noise woke me up and the illusion of a child that is half asleep was given.

Several times, the noise screamed, to make me stand up and finally - when there was no time for dreaming anymore - the left hand of mine pushed something I only use instinctively.

After doing this, the artificial sun rised and spread its cold fresh light into my eyes.

Only a few hours ago - I felt a relieve, something I had been missing for so long.

The chains were gone, they have been vanished - now I am free again.

The soft sweet melody of sleeping on my tongue all the way long.

By going fast upstairs with a little pain in my legs, the steps were no match for me.

Than the notes became more blue, as a clouded morning was seen through dirty little windows, by red-coloured eyes.

This scene was a gift, and I know how to remember it.

24.11.06 00:00


Vom weißen Kätzchen

Weißes Kätzchen, wo hast du nur dein Fell?
Wo rotes Licht auf Seide trifft, dort schimmert's so hell.
Wo rotes Licht auf Rundungen fällt,
sind finst're Schatten nicht mehr weit.

Wie Geier umkreisen sie dich -
in schwitzigen Händen dreckiges Geld.

Aber bald graut der Morgen, dann ist's Zeit,
streifst dein Fell dir endlich über
und tauchst vorerst unter.

Abends jedoch ist's schon wieder so weit;
raubst deinem Körper das letzte Haar,
nun sieht man dich, nimmt dich abermals wahr.
Wie Beute belauert man dich.

Ja, Kätzchen ohne Fell lässt Niemand im Stich!
13.9.06 00:00


Vom A und dem O

Leben und Tod - zwei unzertrennlich' Geschwister.
's gibt vom einen Lieder, vom and'ren nur Geflüster.
Ich wünscht' das Ende wär' ohne Trauer,
ohne Leid, wunderschön, doch kurz von Dauer.

Ja, eines Tages muss man Abschied nehmen,
von jenen, die einem Liebe geben;
dann erfüllt Qual unsere Brust,
gezeugt von Sehnsucht und Verlust.

Wir Lebenden, gelähmt durch Schmerzen,
traurig entzünden wir Kerzen.
Warum nur, warum fällt der Abschied uns so schwer?
Wir seh'n uns nie wieder, nimmermehr.

6.9.06 00:00


Die Natur der Frau, die Schönheit der Frau

Vorbei an künstlichen Puppen. Vorbei an aufgespritzten Lippen, abgesaugten Schenkeln und Hintern. Vorbei an zu explodieren drohenden Plastikbrüsten.

Dann vorbei an erwachsenen Frauen in Kindergrößen. Vorbei an hageren Wangen, ausgezerrten Gliedern und knochigen Gesäßen. Vorbei an asexuell wandelnden Rippchen.

Die fleischlose Lebensweise - ein missverstandener Trend, für wenig Anerkennung tausendfach praktiziert und von nur wenig Erfolg gekrönt.

Man sagt, einen schönen Menschen entstelle nichts und so gehe ich, durch Mitleid schmerzgepeinigt, zwischen einem Heer einst Lebender meiner Wege.

28.7.06 00:00


Der Sturm, das Rad und ich

Radikaler Gegenwind,
höchstens 25,
mit aller Kraft,
Staub in den Augen,
trockene Kehle,
keine Zeit zum Trinken,
volle Blase,
mehr Schweiß als Regen,
ein abgerissener Ast,
die Tür - endlich daheim.
20.7.06 20:30


Sie

Sie, um die man einst warb

Sie, die mich verführte

Sie, die ich berührte

Sie, für die man einst starb

Vereint auf ewig
Vereint im Glück
Tot wie lebendig
Kein Weg führt mehr zurück

13.7.06 00:00


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Texte (c) by ChaDawn
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